Ein Rock Festival ist ein Musikkonzert, auf welchem mehrere Gruppen auftreten – an manchen Wochenenden können dies bis zu hundert Bands sen. Die ersten Rock Festivals sind in den späten 1960er Jahren veranstaltet worden und hatte soziokulturelle Bedeutung. Manch ein Festival des Rock in den 1980er Jahren hatte die Bedeutung eines Benefizkonzerts. Gegenwärtig wird ein Rock Festival oft im Freien veranstaltet. Der Begriff des Rock fasst mehrere Musikgenres zusammen – deshalb können auf einem Festival auch Musiker mit unterschiedlichen Stilarten vertreten sein. Musik, die unter der Bezeichnung des Rock mediale Beachtung findet, ist tatsächlich populäre (nämlich Pop-)Musik. Es sind beim Rock viele Einflüsse aus klassischer Musik, aus Folklore, aus Jazz und anderen Genres vertreten – genau dies schlägt sich auch bei jedem Festival nieder. Je nach Sponsor, Anlass, Generation oder Bandzusammenstellung kann bei einem Festival des Rock eine völlig andere Art der Veranstaltung präsentiert werden.
Die folgenden Formen des Rock lassen sich klar benennen – Akzente der einzelnen Traditionen lassen sich bei jedem Festival feststellen. Klar abzugrenzen ist der “übliche” Rock vom Metal Rock oder HardRock. Die zuletzt genannten “härteren” Spielarten finden auch regelmäßig bei ein oder dem anderenFestival Anwendung. Die Geschichte des Rock begann mit dem Rock´n ´Roll. Bis hin zur Mitte der 1950er Jahre entstand dieser in den USA als eine Mischung zwischen Rhythm & Blues und Countrymusik, Schlager oder Swing. Populäre Multiplikatoren dieser Art des Rock waren J. L. Lewis, Little Richard, E. Presley, B. Haley, C. Berry und viele andere – bereits damals begann man (jedoch auf die einzelnen Sänger begrenzt), auch das Festival als Event-Form bereits der Öffentlichkeit vorzustellen. Weiterhin wurde zu Anfang der 1960er Jahre Folkmusik aufgegriffen – auch diese ist ein mögliches Element des Rock. Weitere Bezeichnungen, mit denen die Musik des Rock bezeichnet wurde (und zwar jeweils im Abstand von fünf Jahren musikgeschichtlicher Entwicklung), waren Folkrock, Psychedelic Rock (diese Gattung prägte insbesondere Pink Floyd, wenn sie bis in die Gegenwart einFestival, d. h. ein Event aufführten), Punkrock (etwa: Bad Religion), der Rap (eine Entwicklung der Mischform des Souls) und der – zumeist aggressiver einzuordnende – New Rock. Auch dieser ist auf dem ein oder anderen Festival des 21. Jahrhunderts zu hören – hier werden Klangfiguren aus der Entstehungszeit des Rock wieder aufgegriffen.
Welches Festival des Rock in der jüngsten Geschichte am wichtigsten war, lässt sich nicht klar unterscheiden – ein jedes Festival hat eine eigene Note und Bedeutung. Wichtig für viele Fans desRock war z. B. das Woodstock Festival im Jahre 1969, das Isle of Wight Festival in den Jahren 1968 bis 1970, das Festival mit Simon & Garfunkel mit einer halben Million Zuschauern (1981), das Festival zu Ehren des 70. Geburtstages von Nelson Mandela in London (1988), das Pink Floyd Festival nach dem Mauerfall auf dem Potsdamer Platz in Berlin (1990), 2006 veranstalteten die Rolling Stones ein Festivalgroßen Ausmaßes (nämlich ohne Eintrittskosten für eineinhalb Millionen Zuschauer).